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Astsammelplatz
Ein Astsammelplatz ist ein bewusst angelegter, meist naturnaher Bereich im Garten, an dem Schnittgut, Äste, Zweige und dünnes Reisig zu einem lockeren Haufen aufgeschichtet werden. Er dient der ökologischen Verwertung von Gehölzschnitt und schafft gleichzeitig einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
Funktion und ökologische Bedeutung
Astsammelplätze, teils auch als Reisig- oder Totholzhaufen bezeichnet, sind fester Bestandteil naturnaher Gartenkonzepte. Sie bieten Rückzugs- und Nistmöglichkeiten für Igel, Zaunkönig, Rotkehlchen, Erdkröte, Blindschleiche sowie zahlreiche Insekten und Spinnentiere. Zersetzendes Totholz fördert außerdem Pilze und Mikroorganismen, die zur Humusbildung beitragen. Damit unterstützt der Astsammelplatz die Biodiversität und schließt lokale Nährstoffkreisläufe.
Anlage und Standort
Typisch ist eine geschützte, halbschattige Lage an einer Grundstücksgrenze, unter Gehölzen oder hinter einer Hecke. Die Basis bilden dickere Äste, darüber wird feineres Material locker aufgeschichtet. Eine Grundfläche von etwa 1 bis 2 Quadratmetern gilt als sinnvolles Mindestmaß. Regelmäßiges Nachlegen erhält den Haufen dauerhaft.
Abgrenzung und Fallstricke
Ein Astsammelplatz ist kein Kompost- oder Häckselplatz: Er soll nicht zerkleinert oder umgesetzt werden, da sonst der ökologische Nutzen verloren geht. Auch krankes oder mit Schaderregern befallenes Schnittgut gehört nicht hinein, um Ausbreitung zu vermeiden.