Haben Sie Fragen?
+49 2355 903180
Dauerflächenbegrünung
Dauerflächenbegrünung ist die dauerhafte Begrünung von Außenflächen mit mehrjährigen, pflegeleichten Pflanzen, die ohne Neuaussaat oder regelmäßige Neuanpflanzung über Jahre hinweg erhalten bleiben. Sie dient der Stabilisierung von Böden, der Erosionsvermeidung und der ökologischen Aufwertung ungenutzter oder schwer zu bewirtschaftender Flächen.
Definition und Abgrenzung
Dauerflächenbegrünung unterscheidet sich von Begrünungsmaßnahmen durch ihre Langzeitausrichtung. Während temporäre Begrünungen nach einer Vegetationsperiode erneuert oder umgebrochen werden, etablieren sich Dauerflächenbegrünungen selbst und halten bei minimaler Pflege über mehrere Jahre oder Jahrzehnte. Die Pflanzengesellschaft entwickelt sich zu einem stabilen Ökosystem, das sich weitgehend selbst reguliert.
Anwendungsbereiche und Praxis
In der Landschaftsarchitektur und dem Gartenbau (wie bei OCHSENFARTH Gärtner von Eden in Schalksmühle und dem Märkischen Kreis) wird Dauerflächenbegrünung zur Gestaltung von Böschungen, Hanglagen und Abbaustellen eingesetzt. Typische Einsatzorte sind Straßenböschungen, Deiche, Industriebrachen und private Hanggrundstücke im Sauerland und in Südwestfalen. Die Bepflanzung erfolgt mit robusten Stauden, Gräsern, Gehölzen und krautigen Pflanzen, die an lokale Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind.
Ökologische und technische Funktionen
Dauerflächenbegrünungen erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie wirken Bodenerosion entgegen, reduzieren Oberflächenabfluss, fördern die Wasserspeicherung im Boden und erhöhen die Biodiversität. Durch das Wurzelsystem entstehen Stabilitätsgewinne für Hanglagen. Im urbanen Kontext tragen sie zur Hitzeregulation und Luftqualität bei.
Planung und Herstellung
Eine fachgerechte Dauerflächenbegrünung erfordert vorangegangene Bodenerkundung, Standortanalyse (Neigung, Nährstoffgehalt, Wasserspeicherung) und Auswahl geeigneter Pflanzengesellschaften. Die Herstellung erfolgt durch Aussaat von Saatgutmischungen oder Pflanzung von Containerpflanzen. Der Zeitpunkt und die Etablierungspflege (Bewässerung, Schutz vor Verbiss) sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Pflege und Unterhalt
Im Gegensatz zu intensiv genutzten Grünanlagen benötigen Dauerflächenbegrünungen minimalen Unterhalt. Gelegentliches Mähen zur Konkurrenzregelung, Nachbesserungen bei Ausfällen und das Entfernen invasiver Arten gehören zum Standard. Eine vollständige chemische Düngung ist nicht notwendig; die Flächen funktionieren zunehmend autotroph.
Verwechslungsgefahren
Dauerflächenbegrünung wird häufig mit Grünflächenpflege oder extensiven Rasenflächen verwechselt. Der wesentliche Unterschied: Extensivrasen sind noch intensiver gepflegt, Dauerflächenbegrünungen sind deutlich extensiver. Ebenso unterscheiden sich Begrünungen von Dächern oder Fassaden grundlegend: Sie sind technische Systeme mit Substrataufbau, während Dauerflächenbegrünungen auf vorhandenem Boden arbeiten.
Regionalspezifische Besonderheiten
Im Märkischen Kreis, Hagen und dem Sauerland – Regionen mit erheblichen Hanglagen und historischen Bergbaubrachen – hat Dauerflächenbegrünung große praktische Relevanz. Die humiden Klimabedingungen Nordrhein-Westfalens ermöglichen erfolgreiche Ansiedlungen ohne künstliche Bewässerung. Spezialisierte GaLaBau-Betriebe wie OCHSENFARTH orientieren sich an regionalen Standortbedingungen und artenreichen Pflanzengesellschaften.