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Kiesflächen
Kiesflächen sind unbefestigte oder teilweise befestigte Oberflächenbereiche, die mit Kies – einem körnigen Gemisch aus Gesteinsbruchstücken unterschiedlicher Körnung – belegt sind. Sie dienen in Gärten und Landschaftsbaumaßnahmen zur Abgrenzung, Gestaltung, Entwässerung und als Alternative zu Rasenflächen oder Pflasterbelägen.
Definition und Materialzusammensetzung
Kiesflächen bestehen aus lockerem Mineralstoff mit Körnungen zwischen etwa 8 und 32 Millimetern. Je nach Einsatzzweck kommen verschiedene Kiessorten zum Einsatz: Naturkies (gelblich, grau), Splitt (kantiger, gebrocheneres Material), Zierkies (farbig gestaltet) oder Schottergemische. Die Körnung beeinflusst sowohl die Optik als auch die Begehbarkeit und Funktionalität der Fläche erheblich.
Einsatzbereiche in der Gartengestaltung
In Privatgärten im Märkischen Kreis, Sauerland und Schalksmühle werden Kiesflächen häufig für mehrere Funktionen genutzt:
- Wege und Zufahrten: Kieswege ermöglichen eine natürliche, kosteneffiziente Wegeführung, erfordern aber regelmäßige Nacharbeit und Verdichtung.
- Gestaltungsflächen: Feinkörniger Zierkies schafft moderne Designelemente und Übergangsräume zwischen Bepflanzung und Rasen.
- Drainage und Oberflächenentwässerung: Kiesflächen leiten Regenwasser ab und dienen als Drainageschicht unter Gehwegen oder Terrassen.
- Mulchfunktion: Unter Stauden und Gehölzen reduziert Kies Verdunstung und hemmt unerwünschtes Wildkrautwachstum.
- Pflegeleichte Bereiche: In klimaresilienten Gartenkonzepten ersetzten Kiesflächen zunehmend pflegeintensive Rasenbereiche.
Planung und Vorbereitung
Eine fachgerechte Anlage von Kiesflächen durch Gartenfachbetriebe wie OCHSENFARTH Gärtner von Eden erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird die Unterkonstruktion geplant – üblicherweise mit Verdichtung des Untergrunds und ggf. Kiesschichten verschiedener Körnung. Eine Kiesflächenbegrenzung (Einfassung aus Holz, Metall oder Naturstein) ist notwendig, um Vermischung mit benachbarten Flächen zu verhindern. Darüber hinaus sollte ein leichtes Gefälle für Regenwasserable gewährleistet sein.
Wartung und Langzeitpflege
Kiesflächen erfordern regelmäßige Instandhaltung: Nachverdichtung bei Setzung, Ergänzung des Kiesmaterials (jährlich etwa 0,5–1 Zentimeter Abnutzung), Entfernung von Laub und organischen Stoffen sowie Unkrautbekämpfung. In feuchteren Regionen wie Nordrhein-Westfalen können Moosbildung und Algenbewuchs auftreten, besonders in schattigen Bereichen.
Fallstricke und häufige Verwechslungen
Kiesflächen werden oft mit Schotterflächen verwechselt – Schotter ist jedoch größer und eigenständiger in der Körnung. Zudem werden Kiesflächen manchmal als absolut wartungsfrei charakterisiert, während in der Praxis kontinuierliche Pflege unerlässlich ist. Ein weiteres Missverständnis: Kiesflächen sind nicht klimaneutral, denn Kiesabbau und -transport haben ökologische Auswirkungen. Biodiversität wird auf großen, unbepflanzten Kiesflächen nicht erhöht; erst die Kombination mit Stauden, Gehölzen und kleineren Wasserelementen schafft ökologischen Mehrwert.
Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
Moderne Gartenarchitektur in Südwestfalen nutzt Recycling-Kiese aus Bau- und Abbruchmaterialien. Regionale Kiesquellen reduzieren Transportwege und CO2-Emissionen. Kombinationen von Kiesflächen mit Begrünung und Wassermanagement fördern Regenwasserversickerung und Biodiversität.