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Laubbläser
Laubbläser (auch: Laubgebläse, Gebläse) ist ein motorisch oder elektrisch betriebenes Gartengerät, das einen kräftigen Luftstrom erzeugt, um Laub, Rasenschnitt, Nadeln und andere leichte organische Materialien von Flächen wie Rasenflächen, Wegen, Terrassen oder Beeten zu entfernen und an einer bestimmten Stelle zu bündeln.
Aufbau und Funktionsprinzip
Ein Laubbläser besteht im Wesentlichen aus einem Elektromotor oder Verbrennungsmotor, einem Lüfterrad sowie einem Führungsrohr mit Düse. Das Lüfterrad saugt Luft an und beschleunigt sie durch die Düse auf Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Der erzeugte Luftstrom versetzt leichtes Material in Bewegung, ohne den Boden oder Pflanzen mechanisch zu berühren. Geräte mit kombinierter Saug-Blas-Funktion (sogenannte Laubsauger-Bläser) können aufgewirbeltes Material gleichzeitig ansaugen, zerkleinern und in einem Fangsack sammeln.
Antriebsarten im Vergleich
Im professionellen Garten- und Landschaftsbau werden grundsätzlich drei Antriebsarten unterschieden:
- Akkubetriebene Laubbläser: Geräuscharm, emissionsfrei und flexibel einsetzbar; Akkukapazität und Blasleistung sind jedoch begrenzt. Geeignet für kleinere Privatgärten und empfindliche Bereiche wie Staudenbeete.
- Netzkabelbetriebene Laubbläser: Konstante Leistungsabgabe ohne Akkuverschleiß, jedoch durch Kabellänge räumlich eingeschränkt. Hauptsächlich im Hobbybereich verbreitet.
- Benzinbetriebene Laubbläser: Höchste Blasleistung und Reichweite; bevorzugtes Werkzeug im gewerblichen Einsatz auf großen Flächen. Rückengetragene Modelle (Fremdbelüftungsgebläse) ermöglichen stundenlanges ermüdungsarmes Arbeiten.
Einsatz im professionellen Gartenbau
Im Garten- und Landschaftsbau wird der Laubbläser vor allem im Herbst zur effizienten Reinigung größerer Grundstücksflächen eingesetzt. Typische Anwendungen umfassen die Beseitigung von Laubmengen auf Rasenflächen, Kiesbeeten, Pflasterflächen und Terrassen sowie das Freihalten von Entwässerungsrinnen und Abläufen. Darüber hinaus dient das Gerät zur schnellen Reinigung nach Schnitt- und Pflegearbeiten an Hecken und Gehölzen. Im Rahmen der strukturierten Gartenpflege – etwa bei regelmäßigen Pflegeeinsätzen in Privatgärten – reduziert ein leistungsstarker Laubbläser den Arbeitszeitaufwand gegenüber manuellem Rechen erheblich.
Ökologische und rechtliche Hinweise
Der Einsatz von Laubbläsern ist in vielen deutschen Kommunen durch Lärmschutzverordnungen zeitlich eingeschränkt. Laut Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) gelten für motorisch betriebene Gartengeräte Betriebszeiten, die Sonn- und Feiertagsruhe sowie Mittagsruhe berücksichtigen. Benzinbetriebene Modelle erzeugen zusätzlich Abgasemissionen, die in sensiblen Arealen oder bei Einsatz in der Nähe von Wohnbebauung berücksichtigt werden sollten. Ökologisch ist darauf zu achten, Laub in Randbereichen oder Kompostmieten zu belassen, da es als Überwinterungshabitat für Insekten, Igel und Amphibien dient.
Fallstricke und Verwechslungsgefahren
Laubbläser und Laubsauger werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig gleichgesetzt, bezeichnen jedoch unterschiedliche Funktionsprinzipien: Während der Laubbläser Material lediglich verschiebt und sammelt, saugt der Laubsauger es aktiv an und zerkleinert es. Viele Kombigeräte erfüllen beide Funktionen, werden aber je nach Hersteller unterschiedlich benannt. Zudem ist der Begriff Laubgebläse in der Fachliteratur des Landschaftsbaus gebräuchlicher als im allgemeinen Handel, bezeichnet jedoch dasselbe Gerät.