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Mulch
Mulch ist eine Schutzschicht aus organischem oder mineralischem Material, die auf die Bodenoberfläche aufgebracht wird. Sie schützt den Boden vor Austrocknung, Verdichtung und Unkrautwuchs und trägt zur langfristigen Bodengesundheit bei.
Funktion und Wirkung
Mulch erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig: Er reduziert die Verdunstung von Bodenwasser, besonders wichtig in trockenen Sommern im Sauerland und Märkischen Kreis. Gleichzeitig wirkt eine Mulchschicht wie eine Isolationsschicht, die Bodentemperaturen reguliert und Erosion durch Starkregen mindert. Organische Mulche wie Rindenmulch oder Holzhäcksel setzen sich im Laufe der Zeit in den Boden um und verbessern die Bodenstruktur sowie den Humusgehalt – ein wichtiger Prozess für langfristig fruchtbare Gartenböden.
Praktische Anwendung
Bei der Gartengestaltung unterscheiden wir zwischen verschiedenen Mulchtypen: Rindenmulch eignet sich hervorragend für Gehölzflächen und Staudenbeete, da er relativ lange haltbar ist. Holzhäcksel wirken schneller in den Boden ein und sind ideal für Neuanpflanzungen. Für hochwertige Gestaltungsbereiche oder Terrassen nutzen wir auch Zierkies oder Splitt als mineralische Varianten. Die Schichtdicke sollte 5–8 Zentimeter betragen, je nach Bodentyp und Pflanzenbedarf.
Häufige Verwechslungen
Mulch wird oft mit bloßem Rindenschredder gleichgesetzt – tatsächlich gibt es aber viele Mulch-Varianten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Auch die bloße Abdeckung mit Kunststoff ist kein echter Mulch und verhindert die natürliche Bodenbelüftung. Ebenso wichtig: Mulch ist kein Dünger, sondern unterstützt den Boden eher strukturell und sollte mit gezielter Nährstoffversorgung kombiniert werden.