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Stauden
Stauden sind mehrjährige Pflanzen mit krautigen (nicht verholzten) Stängeln, die oberirdisch regelmäßig absterben und alljährlich aus einer unterirdischen Basis (Wurzel oder Rhizom) neu austreiben. Im Gegensatz zu Gehölzen bilden sie kein dauerhaftes Holzgerüst.
Merkmale und Vielfalt
Stauden sind die Klassiker in naturnahen und gartnerisch gestalteten Beeten. Sie kommen in großer Formenvielfalt vor: von niedrigen Bodendeckern wie Efeu oder Sedum über mittelhoch wachsende Arten wie Salbeisorten bis zu hohen Strukturgeber*innen wie dem Reitgras. Ihre Lebensdauer ist unterschiedlich – manche Stauden halten nur wenige Jahre, andere wie etablierte Pfingstrosen gedeihen über Jahrzehnte am selben Standort.
Praktische Bedeutung im Garten
In der Planung von Gärten in der Region Schalksmühle und im Sauerland spielen Stauden eine zentrale Rolle. Sie bieten Vorteile: Sie sind in der Regel winterhart, benötigen nach Etablierung weniger Wasser als Einjährige und locken Bienen und Schmetterlinge an. Mit gezielter Sortenwahl und Gruppierung erreichen wir über die Jahreszeiten hinweg immer wieder visuelle Highlights – sei es durch Blüten, Blattstrukturen oder herbstliche Färbung.
Häufige Verwechslungen
Stauden werden oft mit Einjährigen verwechselt: Einjährige (wie Stiefmütterchen oder Fleißige Lieschen) sterben nach einer Saison völlig ab. Ebenfalls unterschieden werden sollten Stauden von Gräsern – wobei Ziergrässer botanisch auch zu den Stauden gehören, aber in der Gartenpraxis oft gesondert behandelt werden.
Standortgerecht wählen
Für einen nachhaltigen Garten ist es wichtig, Stauden nach ihren Ansprüchen auszuwählen: Sonnenseiten erfordern andere Arten als schattige Bereiche. Mit dem mitteleuropäischen Klima und den Bodenverhältnissen in unserer Region sind viele heimische und bewährte Gartenstauden ideal geeignet.